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Rot-Rot-Grün: Kleine Kompromisse oder Richtungswechsel? — 1 Kommentar

  1. Ich kann nur dringend empfehlen, das Interview mit Bartsch wirklich gründlich und vorurteilsfrei zu lesen:
    https://www.deutschlandfunk.de/dietmar-bartsch-die-linke-wir-befreien-die-sozialdemokraten.868.de.html?dram:article_id=482431

    Was Bartsch tatsächlich sagt: „In unserem Programm steht ganz klar drin, die Linke will die Umwandlung der NATO in ein System kollektiver Sicherheit unter Einschluss Russlands“. Also das will ich auch.
    Oder: „Die zentralen Fragen sind eben die, gibt es Zusammenhalt in Deutschland, wird es eine andere Europapolitik geben, machen wir eine andere Politik, was Migration betrifft, tun wir wirklich etwas oder reden wir in Deutschland darüber, dass Fluchtursachen bekämpft werden müssen, aber exportieren weiterhin Waffen in alle Welt, schicken Soldaten in alle Welt und leisten damit oder schaffen damit sogar Gründe für neue Fluchtbewegungen.“

    Es ist schrecklich genug, dass Konservative wie Medien bei den Linken immer schön skandalträchtige Zitate ohne den Kontext, aus dem sie stammen, benutzen, um die Linke angreifen zu können. Wenn allerdings Linke das intern genau so machen, dann ist genau das der Grund für die ewige linke Selbstzerfleischung, die dann zum Sieg von Rechts führt. Leider scheint dieser Aufruf genau auf solchen aus dem Kontext gerissenen Zitaten zu basieren. Ich jedenfalls fand – es geht schließlich um das, was realpolitisch machbar sein könnte – das Interview ziemlich OK. Und ich kann diesen Aufruf deshalb auch nicht unterschreiben.

    Anmerkungen von Karl-Heinz Peil:
    In meinem heutigen Kommentar zu dem Interview von Dietmar Bartsch bin ich sehr wohl auf diejenigen Aussagen eingegangen, die der Programmatik der LINKEN entsprechen, beispielsweise, dass die NATO von ihm als „ein Relikt des Kalten Krieges“ bezeichnet wird. Des weiteren auch seine Bemerkungen, dass nämlich der ganze Afghanistan-Einsatz ein Desaster ist und für das Mali-Mandat keine Exit-Strategie vorhanden ist. Damit wird die Kritik unseres Aufrufes, die in meinem Text noch mal mit Verweis auf den Gesamtkontext inklusive der prinzipiell positiven Aussagen von Dietmar Bartsch beleuchtet wird, etwas präzisiert. Wir argumentieren nicht mit Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, sondern stellen die gewählten Zitate in einen Gesamtkontext.
    Wir wollen damit dazu beitragen, dass die konsequente Friedens- und Abrüstungspolitik Alleinstellungsmerkmal der LINKEN bleibt. Denn viele von uns haben die Veränderungen der Grünen in der Friedensfrage als warnendes Beispiel vor Augen.

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